(#WritingFriday): Die Geschichte aus der Schreibmaschine

Waldemar, die Nervensäge, und sein Papagei

#Writing Friday Woche 18

Der erste Freitag im Mai - das bedeutet, ab heute gibt es neue Themen im Rahmen des #WritingFriday von Elizzy. Leider konnte ich im April wegen einer Fingerverletzung nun doch nicht, wie geplant, mitschreiben, hoffe aber, dass es jetzt besser wird.

Die Regel und und die Schreibthemen hatte ich hier für euch zusammengefasst.

Die Geschichte aus der alten Schreibmaschine

Vor ein paar Wochen war Sandra nun in ihr neues Haus gezogen und hatte es auch schon weitestgehend eingerichtet, sowie auch den Garten hergerichtet. Das Haus war älter und daher hatte es etwas gedauert. Jetzt, wo das Wetter wieder schlechter wurde, wollte sie sich noch mal den Dachboden vornehmen und schauen, wie der so aussah. Beim Einzug hatte sie nämlich ein paar alte Truhen dort stehen sehen. Diese wollte sie sich heute vornehmen.

Nach dem Frühstück ging Sandra nun auf den Dachboden und öffnete die erste Truhe. Es war eine schwere Holztruhe und was sie darin fand, ließ ihr Autorenherz höher schlagen. In dieser Truhe befanden sich einige alte Notizbücher, die sie auf die Seite legte, um sie später mit hinunter zu nehmen. Sie wollte so gern mehr wissen über die Vorbesitzerin, eine alte Frau, von der sie nur wusste, dass sie auch geschrieben hatte. Kennengelernt hatte sie sie ja leider nicht mehr, da sie das Haus von den Kindern gekauft hatte. Die Frau selbst war zu diesem Zeitpunkt schon verstorben. Außerdem befand sich in der Truhe noch eine alte Schreibmaschine, in der sogar noch ein paar Zettel steckten. Sie nahm die Zettel aus der Maschine und begann zu lesen:

               “Waldemar, die Nervensäge, und sein Papagei

 Als das Flugzeug in Rom aufsetzte, atmete Kendra auf. „Endlich Urlaub und keine nervigen Kunden mehr,“ dachte Kendra Gleich, nachdem sie im Hotel eingecheckt hatte, machte sie sich auf den Weg, um die nähere Umgebung zu erkunden. Das Colosseum lag gleich um die Ecke. Auf dem Platz davor blieb sie stehen, um sich alles genau anzusehen. Der Platz wirkte groß. Größer, als sie ihn sich vorgestellt hatte. Links waren Häuser, die schon recht alt aussahen. Jedenfalls wirkten sie so. Wie auch in ihrer Heimatstadt Berlin fanden sich an der braunen Fassade Graffiti. „Das ist wohl nirgends anders,“ dachte sie. Allerdings war das Colosseum ohne Graffiti. Auf dieser Seite zumindest.

Da viele kleine Cafés und Pizzerien in den Häusern an dem Platz waren und Kendra Hunger hatte, beschloss sie, sich dort hinzusetzen. Der Platz wirkte hell und freundlich und trotz der Größe auch gemütlich und ein bisschen retro, fand Kendra. Zumindest wirkte es auf sie so. Sie wollte allerdings erst einmal in Ruhe ankommen und sich entspannen. Zum Teil befand sie sich nämlich noch im Arbeitsmodus.

Als der Kellner kam, bestellte Kendra sich erst einmal eine Cola und eine Pizza. Schließlich hatte sie Hunger und Kopfschmerzen drohten auch. Schließlich brachte der Kellner ihre Bestellung. und gleichzeitig sah sie eine Gestalt über den Platz in Richtung ihres Cafés zukommen und - oh Schreck - die Gestalt schien einen Papagei auf der Schulter zu haben. Das war doch nicht etwa?! Doch, er war es: Waldemar, der früher in ihrem Heimatdorf bei Berlin gelebt hatte und dann irgendwann spurlos verschwunden war. Und auch sein Papagei Lorchen saß wie damals auf seiner Schulter. Dadurch war er früher schon die Lachnummer des Dorfes gewesen, denn ohne seinen Papagei ging er nirgendwo hin. Und jetzt war er hier - und noch schlimmer - er kam direkt auf sie zu.

 Direkt, als er sie erreicht hatte, legte er los: „Kendra, du bist doch Kendra, oder? Was für eine Überraschung! Wir haben uns ja so lange nicht gesehen!“ „Nicht gesehen, nicht gesehen!“ echote Lorchen. Oh nein, der Papagei war ebenso nervig wie sein Herrchen. „Was machen sie denn hier? Sind sie beruflich hier oder machen sie Urlaub?“ fragte Waldemar. „Urlaub, Urlaub!“ krähte Lorchen, die natürlich wie immer ihren Senf dazugeben musste. „Ich bin im Urlaub hier,“ antwortete Kendra. „Sie müssen sich unbedingt den Vatikan mit dem Petersdom anschauen, die Basilika Iulia, dieKirche des heiligen Thomas, das Aquädukt. Einfach alles. Rom ist so toll und die Menschen sind so freundlich,“ schwärmte Waldemar. „Na hoffentlich sind nicht alle so nervig wie du,“ dachte Kendra. „Und sie sollten unbedingt auch die Pizzeria da Marco ausprobieren. Das Essen dort ist sehr gut. Auch Horchen klaut sich dort immer etwas vom Salat. Wir gehen da sehr oft hin.“ „Danke ihnen für die Tipps, Waldemar. Das werde ich mir alles aufschreiben. Sonst merke ich mir das alles nicht.“ „Aufschreiben, aufschreiben,“ quatschte Lorchen. „Ich muss dann langsam weiter, nach Hause. Lorchen wird ungeduldig. Sie hat Hunger. Aber vielleicht sehen wir uns noch mal. Ich bin öfter hier, wohne gleich um die Ecke. Tschüß,“ sagte Waldemar. „Ja, vielleicht,“ antwortete Kendra. „Na hoffentlich nicht, du Nervensäge,“ dachte sie. „Tschüß.“ “

Nachdem Sandra den Zettel durchgelesen hatte, wunderte sie sich etwas, dass das schon alles war. Aber vielleicht war in einem der Notizbücher ja noch mehr zu der Geschichte. Das beschloss sie, in den nächsten Tagen in Ruhe herauszufinden oder sie fand vielleicht noch mehr in der Truhe oder auch in den anderen. Ihre Neugier war auf jeden Fall geweckt.

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